Drucken

pdfFreundesbrief_VP_Schweiz_2014.pdf

Mögest du in deinem Leben die Gegenwart,
die Kraft und das Licht deiner Seele entdecken.
Mögest du erkennen, dass du niemals allein bist,
dass deine Seele dich aufs innigste
mit dem Rhythmus des Weltalls verbindet.

Mögest du deine Individualität und Verschiedenheit achten.
Mögest du erkennen, dass die Gestalt deiner Seele einzigartig ist,
dass sich hinter der Fassade deines Lebens etwas Schönes,
Gutes und Ewiges ereignet.
Mögest du lernen, dein Selbst mit der gleichen Freude,
dem gleichen Stolz und der gleichen Wonne zu betrachten,
mit der Gott dich in jedem Augenblick gewahrt.

Dieser Text aus dem Buch „Anam Cara“ von John O‘Donohue trägt den Titel „Segen der Einsamkeit“. Der Autor ist ein Priester, der christliche und keltische Spiritualität zu verbinden sucht.

Wieso soll Einsamkeit ein Segen sein? Leiden nicht allzu viele Menschen am Einsam-Sein – trotz immer mehr Möglichkeiten an Kommunikation und (scheinbaren) Begegnungen mit Menschen in aller Welt? Wohnt der Einsamkeit wirklich eine Segenskraft inne? Und wie zu dieser vorstossen?

Der Autor verbindet diesen Segen mit einem JA zum eigenen Lebensweg. Ja, wir sollen „in unserem Schicksal wohnen“. Ganz drin sein in dem, was mein Leben und meine Identität ausmacht und es lieben! Mich mit der Kraftquelle in meiner Tiefe verbinden.

„Wenn wir uns gestatten, die Person zu sein, die wir sind, dann wird alles seinen Rhythmus finden… Nicht selten rührt der grosse Mangel an Segen in uns und um uns von der Tatsache her, dass wir eben nicht das Leben führen, das wir lieben, sondern dasjenige, das von uns erwartet wird.“ Wir sind eingeladen, „zu unserer Einsamkeit zurückzukehren, den Traum wiederzufinden, der im Herdfeuer unserer Seele liegt.“

Es scheint klar, was zu tun ist: zu mir, zur eigenen Person und zur eigenen Tiefe heimzukehren. Aber so einfach ist das nicht. Wir alle spüren und ahnen: es ist Seelenarbeit, braucht Mut, Wahrsein und Ausdauer. Es ist uns verheissen: Wenn du zu deiner Einmaligkeit stehst, die dich auch einsam macht, wenn sich in dir ein Ja durchsetzt, wird Segen sich ausbreiten, werden Freude, Frieden und Fruchtbarkeit dein Leben prägen. Wagen wir es!
Und – mögen die folgenden Berichte aus unserem Helferinnen-Alltag Ihrer Seele guttun!

Sr. Anna Brunner 

Aus der weltweiten Helferinnenfamilie

Europäische Tagung in Paris, 1. – 4. Mai 2014: Sendung und Charisma

Der Generalrat lud die europäischen jüngeren Schwestern zu Austausch und gemeinsamen Überlegungen zum heutigen Engagement von uns Helferinnen ein. 33 Schwestern aus 9 Ländern sind im Mutterhaus zum Erfahrungsaustausch zusammen gekommen. Dabei durften wir in den Ereignissen Gottes Spuren entdecken.

Als Helferinnen wollen wir die empfangene Liebe in die Welt tragen. Wie aber antworten wir in der heutigen Zeit auf die oft verborgene Not in der Welt?

Wir haben von Erfahrungen berichtet, die unsere konkrete Arbeit im Alltag charakterisieren. Françoise Durand, Generalrätin, hat die verschiedenen Berichte zu einem Ganzen zusammen gefügt. Daraus ein paar Gedanken:

Allen Schilderungen sind „Übergänge“ gemeinsam. Helferinnen waren begleitend da in Übergängen von verschiedenen Personen auf ihrem Lebensweg, waren als Zeuginnen und Mitbeteiligte präsent. Aus beschriebenen Situationen geht etwas Unerwartetes hervor. Wir hatten dem Göttlichen Raum gegeben, mitgeholfen, dass das Neue aufbrechen kann.     
Als „Helferinnen der Seelen im Fegefeuer“ versuchen wir „Nachwehen“ verstorbener Menschen mitzutragen, vor Gott zu bringen und sie verwandeln zu lassen. Andere Schwestern sind verbunden mit Einsamen, Verlassenen und Verachteten. Betroffene sind verachtet wegen ihrer Herkunft, der Arbeitslosigkeit, psychischer Erkrankung, Obdachlosigkeit. In der heutigen Zeit sind Einsame oft auch Verlassene.

Wie halten wir diese Situationen mit Menschen in Not durch? Wir haben den Glauben an eine Verheissung empfangen und sind darin miteinander verbunden: „Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Im Haus meines Vaters hat es viele Wohnungen…“ Joh 14,1-3. Aus dem Glauben schöpfen wir, dass jedes Leben sinnvoll und kostbar ist. Die Seligpreisungen sind jedem Mann, jeder Frau und jedem Kind zugesprochen. Diese Hoffnung birgt eine Vorstellung der Zukunft für alle Menschen in allen Räumen und Zeiten. Neigt unsere Gesellschaft dazu, die Zukunft als Bedrohung zu befürchten, ist die Hoffnung des Glücklich-Seligseins für alle eine bescheidene und doch wichtige Ausrichtung.

Helen Wechsler
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Europäisches Treffen in Leipzig, 10. – 13. Juli 2014     
Kommission „Auxi Jeunes“ (Helferinnen-Jugendarbeit)      
Unvergessliche und reich gefüllte Tage liegen hinter uns. Am Donnerstagabend trafen wir per Flugzeug und Zug aus allen Himmelsrichtungen ein: Lorena aus Rom, Vanda aus Budapest, Hélène aus Lyon, Barbara aus Biel, Regina aus Graz und Martine aus Paris – ein herzliches Wiedersehen und Neu-Kennenlernen war dies!

Wir wählten Leipzig im Gebiet der ehemaligen DDR aus und hofften, Impulse für unsere eigene (Jugend)- Arbeit zu bekommen. Regina stellte mit Claudia Valk ein reiches Programm zusammen.

Ein Student aus der Hochschulgemeinde führte uns als erstes durch einen Teil von Leipzig. Bereits 1981 begann in der zentralen Nikolaikirche ein Friedensgebet, das wesentlich den Boden zur friedlichen Revolution vor 25 Jahren bereitete. Es war eindrücklich, mit welcher Innigkeit und Verbundenheit Michael uns seine Stadt näherbrachte.

Am Nachmittag erhielten wir Einblick in die „Orientierung“, eine Kontaktstelle zu Lebens- und Glaubensfragen. Sie wird von Jesuiten und andern OrdenschristInnen geleitet und bietet Kurse und Gesprächsmöglichkeiten für interessierte Menschen an. Spannend war unter anderem zu hören, dass sie entsprechend der lokalen Tradition jährlich eine Gruppe Jugendlicher zur „Feier des Erwachsen-Werdens“ begleiten. Zu DDR Zeiten war dies der Ersatz für Firmung und Konfirmation und die Tradition ist auch nach der Wende beibehalten worden.

Eine halbe Stunde von der Innenstadt entfernt waren wir am Abend bei den „Kleinen Brüdern vom Evangelium“ eingeladen. Bereits beim Verlassen der Strassenbahn realisierten wir, dass wir ein anderes Gesicht von Leipzig sehen: eine riesige Plattenbausiedlung, trostloser Rasen, baufällige Wohnblocks, nur ab und zu Menschen auf der Strasse, viele leere Wohnungen, keine Kinder. Genau hier lebt die inzwischen sechsköpfige Männergemeinschaft mit Überzeugung. Sie engagieren sich in der Nachbarschaft, sie beten und feiern Gottesdienst in der meist leeren Kirche und arbeiten wie die meisten Mitbewohner in einfachen Hilfsarbeiterjobs.

Am Sonntag nahmen wir am Gottesdienst der Katholischen Studentengemeinde (KSG) teil. 80-100 hochmotivierte StudentInnen trafen wir in einem zur schmuckvollen Kirche umfunktionierten Raum an. Eindrücklich ist, wie viele StudentInnen sich in der Kirche engagieren und sich mit ihr identifizieren. Beim anschliessenden Mittagessen konnten wir mit ihnen ins Gespräch kommen. Am Nachmittag erzählten uns der zuständige Jesuit und Claudia Valk von ihren Erfahrungen, Visionen und Wünschen. Drei Mstehen bei ihnen im Zentrum: Miteinander – Messe – Musik. Claudia ist vor allem in der persönlichen Begleitung von StudentInnen in Leipzig, Dresden und der Umgebung engagiert. Regelmässig werden auch Glaubenskurse und Exerzitien im Alltag angeboten.

Die vielen Begegnungen und Eindrücke gaben uns reichlich Stoff für unsere eigenen Gespräche. Wir wurden sensibilisiert auf die Sprache: wie mit Menschen sprechen, die seit Generationen keinen religiösen Hintergrund mehr haben? Aber auch die geistliche Begleitung von jungen Menschen von heute war ein Thema. Daneben nahmen wir uns auch dieses Jahr wieder viel Zeit, um einander von unseren Aufgaben, unseren Fragen und Freuden in der (Jugend-) Arbeit zu berichten.

Eine letzte Einheit war der Planung des kommenden Jahres gewidmet. Als Kommission „Auxi Jeunes“ sehen wir es als unsere Aufgabe, mögliche Vernetzungen zu fördern und zu ermöglichen. Wir stehen für Auskünfte gerne zur Verfügung.

Sr. Barbara Haefele
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 


Schwesterngemeinschaft Oase Bruchmatt

Seit dem Generalkapitel im Sommer 2013 erhalten wir von unserer Generalleitung in Paris jeden Monat einen geistlichen Impuls. Diese Texte und Bilder wollen uns auf einem inneren (und äusseren) Weg auf die Zukunft hin begleiten und ermutigen. 2014 standen die Impulse unter den Stichworten annehmen, empfangen, aufnehmen.

Welches Wort, welcher Impuls hat mich besonders angesprochen, ermutigt, herausgefordert? In der Gemeinschaft tauschen wir unsere Erfahrungen regelmässig aus – heute gerne auch mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser:

Ich wähle den Impuls „Den Ruf zur Gefährtenschaft annehmen“. Immer öfter ersetzen wir das Wort Gemeinschaftmit Gefährtenschaft. Das gefällt mir. Es umschreibt stärker eine Dynamik. Es geht um einen gemeinsamen Weg und weniger darum, „sich als Gemeinschaft niederzusetzen“ – was natürlich auch ein einseitiger Gemeinschaftsbegriff wäre! GefährtinnenSein erinnert mich daran, dass wir ein gemeinsames Ziel haben, kleine oder grosse Schritte machen, jede auf ihre Art, aber in gemeinsamer Ausrichtung. Dieser Blick hilft mir, gerade wenn wir unsere Vielfältigkeit neben der Bereicherung manchmal auch als Last und Konfliktpotenzial erleben. Mit all dem bleiben wir Weggefährtinnen und stützen uns, auch als Vertreterinnen verschiedener Generationen. Niemand ist ausgeschlossen.

Ich erlebe diese Gefährtenschaft zum Beispiel:

-      wenn wir füreinander einspringen bei Abwesenheiten und die notwendigen Arbeiten gemacht werden – und das funktioniert!

-      wenn wir einander von Begegnungen und Herausforderungen des Tages erzählen

-      wenn wir miteinander in Stille beten und uns für das Wort des Evangeliums öffnen

-      wenn wir gemeinsam spontan eine andere Gemeinschaft oder Bekannte besuchen oder uns ermuntern zu einem Vortrag oder Film, den wir sonst nicht beachtet hätten

-      wenn wir bei Fragen gemeinsam die Hoffnung lebendig halten…

Ich bin gerne Weg-Gefährtin und schätze meine Mitschwestern als Gefährtinnen. Diese Bezeichnung weitet mir das Herz, ermutigt mich zum Dranbleiben und immer neu Schritte zu wagen.

Sr. Anna Brunner
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Im Mai 2014 hiess der Impuls: „unsere Zerbrechlichkeit, Schwächen und Minderungen annehmen“. Als Vorbilder waren Ruth und Noemi aus dem Alten Testament vorgeschlagen, aus dem Buch Ruth 2, 2-11.    
Wähle das Leben, bedeutet auch: Sag ja zur Stärke und zur Minderung deines Lebens.  
Wie lebe ich dies im Alltag? Im Älterwerden lebe ich bewusster, dass alles Geschenk ist.
Ein Jahr reiht sich an das andere. Es führt uns immer tiefer dem ewigen Leben entgegen. Auch Hindernisse, Krankheiten und Minderungen gehören dazu. Dies erlebte ich in den letzten Monaten durch eine Rückenoperation besonders stark. Dankbar darf ich zurückschauen, auf diese Zeit mit vielen Zeichen der Verbundenheit und des Getragen-Seins! Ich versuche auch, aus diesen Erfahrungen den Menschen, die in der Not der Einsamkeit leben, etwas weiterzugeben.     

In der Stille, im Alltag die Gelassenheit und das Loslassen immer neu einüben, ist auch ein wertvolles Geschenk. Jetzt schaue ich den gold-gelben Ginkgo-Baum vor meinem Fenster an. Welche Schönheit, wie er den Wintermonat zu neuer Herrlichkeit schmückt! Nun gehen wir mit Zuversicht und Dankbarkeit Weihnachten entgegen und bald reiht sich ein weiteres Jahr an das andere.                                                                                          
Mit Segenswünschen                                         

Sr. Elisabetha Sidler
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Diesen Sommer durfte ich anlässlich des Lucerne Festivals eine eindrückliche Erfahrung machen. Ich besuchte einige Angebote „40 Minuten Gratiskonzert“ für Gross und Klein. Im „Alltags-Gewand“ sollen sich Musiker/innen und das Publikum während einer Orchesterprobe live begegnen können. Es wurde ein Riesenerfolg!

So standen wir jeweils frühzeitig und voller Erwartung in der langen Warteschlange, fassten dort unser Pseudo-Billett und waren frei in der Platzwahl. Es sollte die erste Reihe sein, eben ganz nahe dran. Vor uns tummelten sich noch Kinder und Eltern auf Sitzpolstern in bequemer Zuhör-Pose.

Publikum, Orchester und zu guter Letzt der Dirigent, alle waren präsent, eben im „Alltagsgewand“. Nur schon das hatte etwas Verbindendes und lockerte die Atmosphäre. Zu Beginn wandte sich der jeweilige Dirigent uns zu, freudig überrascht über die vielen Gäste und gab Erklärungen zum Musikstück, auch Hinweise, worauf wir achten sollen beim Zuhören. Und - es war auch erlaubt, Fehler zu machen! So bemerkte ein englischer Dirigent nach einer Verwechslung des Musikstückes: “oh, wie peinlich!“ Und er erwähnte dazu, dies sei das erste Wort, das er in Deutsch gelernt hätte… Damit hatte er unsere Herzen gewonnen.

Ich hatte das Glück, am nächsten Tag eine dieser Formationen live im Konzertsaal zu erleben. Welch ein Unterschied! In grösserer Entfernung entdeckte ich nun im Konzertsaal den Musiker, der gestern in der Probe herzhaft lachte, und jenen, der eine Notenpassage leiser wiederholen musste. Die Erfahrung vom Vorabend im „Alltagsgewand“ spielte eine überraschende Rolle. Ich konnte die Melodien des Orchesters auf einer vertrauteren, tieferen Ebene hören. Meine Freude war gross. Das „Alltagsgewand“ von gestern war Brücke geworden zum „Festtagsgewand“ von heute.

Diese Erfahrung geht mir nach. Sie hat etwas zu tun mit „annehmen und empfangen“. Speziell im Advent berührt mich das Geheimnis der Menschwerdung Gottes neu. Um uns nahe zu sein, wählte er den Weg des Gott-mit-uns im „Alltagsgewand“. Unser nicht immer leichter Alltag, wird so – um beim Bild des Konzertes zu bleiben – zum Übungsfeld. In Jesus, unserem Bruder und Retter, haben wir einen geduldigen, weisen Lehrer, der es versteht, unsere je eigene Melodie aus uns herauszulocken und schliesslich zum Klingen zu bringen. Die Verheissung ist uns geschenkt, dass Er uns am Ende des Lebens im grossen Konzertsaal im Reich Gottes einen Platz bereit hat.

Mit dieser hoffnungsvollen Zusage wünsche ich uns allen gesegnete lichtvolle Advents-und Weihnachtstage.

Sr. Rosa Infanger
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

„Zu Orten der Begegnung gesandt“: Kürzlich ging ich mit meinem, von Demenz betroffenen Bruder, spazieren. Die Abende werden länger, so fragte ich ihn, ob er fernsehe. „Das sagt mir nicht viel“ meinte er (er kann vieles übers Auge nicht mehr aufnehmen, nicht mehr lesen). So fragte ich ihn, was ihm dann viel bedeute? „Eine gute Frage“ meinte er und nach einer Weile strahlend „DAS MIT GOTT SEIN, das ist immer da, das genügt mir, mehr brauche ich nicht!“. Das hat mich sehr berührt, geht mir noch nach. Das ist doch die grosse Sehnsucht von vielen suchenden Menschen, auch von mir. Ich wollte ihm eine Freude machen und er hat mich so reich beschenkt. Vielleicht ist es euch bei Begegnungen auch schon ähnlich ergangen, dass ihr gestärkt zum Beispiel von einem Krankenbesuch heimgekommen seid.

In meiner Aufgabe als Hebamme besuchte ich kürzlich junge Familien aus Eritrea, Kurdistan, Spanien, Libanon, Kosovo, alle mit Kindern, die noch keine Woche alt sind. Es ist bereichernd und spannend herauszufinden, was aus ihrer jeweiligen Kultur hier für sie wichtig ist und wie sie sich in der Schweiz zurechtfinden können. Da helfen auch mal Skype-Verbindungen zu ihren Müttern in den Heimatländern. Was Babys überall brauchen ist: Geliebt sein, Nahrung und Wärme.

Für mich ist immer wieder die Frage da: Wie können wir einander in den tiefsten Sinn- und Lebensfragen, in der Ausrichtung auf Gott unterstützen und religiöse, spirituelle Beheimatung ermöglichen, eventuell in erweiterten Zugehörigkeitsformen der Gemeinschaft? Da möchte ich dranbleiben.

Euch frohe Advents- und Weihnachtstage mit bereichernden Begegnungen!

Sr. Maria Bühlmann
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 


Aus dem Alltag in der Oase Bruchmatt

Die Zusammenarbeit mit der IG Arbeit im Seminarhaus – dem Teil des Hauses, der seit 2011 an die IG Arbeit vermietet ist – gestaltet sich in zunehmend selbstverständlicher, familiärer und wohlwollender Atmosphäre. Wir freuen uns, dass Gastkurse, Einzelgäste und auch Touristen das Seminarhaus als guten Kurs- und Aufenthaltsort entdecken oder ihm treu bleiben. Und natürlich, dass Menschen mit Leistungsbeeinträchtigung im Haus sinnvolle Arbeit finden.

Unsere eigenen Oasen-Angebote haben in unseren eigenen Räumen und auch im Seminarhaus wieder guten Boden gefunden. Sie sind online verfügbar, die Website wurde vor kurzem überarbeitet: www.oase-bruchmatt.ch.

Die Sonntags- und Werktagsgottesdienste, das Heilsingen und die Gartentage haben einen festen Platz im Programm und bedeuten vielen Menschen ein Stück Zugehörigkeit und Heimat.

Die Exerzitienkurse sind das Kernstück der Angebote. Wir freuen uns, dass wir neben den bewährten Kontemplativen Exerzitien und Wochenenden auch in der Karwoche 2015 wieder einen Exerzitienkurs mit Bibliodrama anbieten. Barbara Jaeger-Aepli leitet diese Tage zusammen mit Sr. Anna Brunner. „Das Bibliodrama bietet die Chance, in der biblischen Botschaft einen Platz einzunehmen und daraus spielerische Erkenntnisse fürs eigene Leben zu gewinnen. Für das Mitspielen braucht es keine Vorerfahrung, Voraussetzung ist die Bereitschaft, sich mit allen Sinnen hinein zu geben und eine Neugier auf diese überraschende, einfache Methode. Wer es wagt, sich darauf einzulassen, wird reich beschenkt.“ So lautet die Kurs-Ausschreibung.

Neu bieten wir einzelne Stille Tage an, gestaltet von Sr. Barbara Haefele. Stille, Bibelgespräch, verschiedene Meditationsformen und Wahrnehmungsübungen wollen helfen, ruhig zu werden und sich auf das Wesentliche auszurichten.

Lassen Sie sich vom einen oder anderen Angebot ansprechen oder machen Sie einfach mal einen Besuch in unserer Kapelle. Sie lädt zum stillen Verweilen ein. Zünden Sie eine Kerze an und vertrauen Sie Ihre Anliegen und Gedanken unserem Gott des Lebens an.

In der Bücher- und Kartenecke (Haupteingang Seminarhaus) finden Sie vielleicht noch eine passende Lektüre oder ein Geschenk, das Sie sich selber oder anderen gönnen. Auch Trauerkarten mit den Kapellenfenstern liegen dort auf.                                                                                      
 Madeleine Schneider
Sekretariat Oase Bruchmatt, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

In eigener Sache

Eine Auffrischung oder gar eine grundlegende Erneuerung der Bruchmattkapelle beschäftigt uns seit mehreren Jahren. Aus finanziellen und konzeptionellen Gründen blieb es beim Wünschen und Träumen. Die Kapelle hat in den letzten Jahren als Raum zum Feiern an Bedeutung gewonnen.

Eine Energieberatung führte zum ernüchternden Ergebnis, dass es für die bisherigen Lampengehäuse im Chorraum einerseits keine Ersatzteile mehr gibt und andererseits die bisher eingesetzten Leuchtmittel extreme Stromfresser sind. Kurz, die Beleuchtung im Chorraum wird erneuert. Das zieht Malerarbeiten mit sich und schliesslich verträgt auch der Boden im Kapellenschiff einen neuen Teppich. Wenn schon, denn schon… Wir freuen uns auf dieses sanfte aber sehr sinnvolle „Lifting“ des Kapellenraumes! Die Kosten dafür werden mit CHF 39‘000 budgetiert.

Liebe Gönnerinnen und Gönner, Freundinnen und Freunde der Schwesterngemeinschaft der Helferinnen, dürfen wir Sie um Ihre Unterstützung für dieses Vorhaben bitten? Wir sind weiterhin darauf angewiesen, dass Sie unsere Aufgaben in der Schweiz, in Verbindung mit unserem internationalen Institut, unterstützen, diesmal im speziellen Anliegen der Erneuerung der Kapelle.

Wir danken Ihnen ganz herzlich für Ihr Mittragen unseres Engagements im Dienst an Menschen!

Adresse und Spendenkonto:  
Oase Bruchmatt,
Bruchmattstrasse 9, 6003 Luzern, Tel. 041 249 21 80
Postkonto 60 -12813-8, IBAN CH08 0900 0000 6001 2813 8
www.bruchmatt.ch, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!